Seawaver Nordic
Der Seawaver ist ein Vertikalpilker der Neuen Generation.
Anders als beim Pilken wird der Köder durch gleichmäßiges Ziehen und Taumelnlassen bewegt. Man spürt das “Flattern” des Köders in der Aufwärtsbewegung förmlich bis ins Handteil der Rute. Durch die ungewöhnliche Form bricht der Waver leicht diagonal aus der durch die Schnur vorgegebenen Zugbahn. Stärker als bei herkömmlichen Pilkern wird die Seitenlinie des Fisches angesprochen. Der Biss erfolgt oft kurz nach Anziehen oder gar beim Ablassen.
Die meist gestellten Fragen, beantwortet von Volker Dapoz:
1. Wie führt man den Seawaver?
Antwort: eigentlich ganz normal wie einen herkömmlichen Pilker auch, allerdings nicht so aggressiv. Zeitweilig ist sogar das passive Pilken, d.h. Halten kurz über Grund und Ausnutzen der reinen Schaukelbewegungen außerordentlich erfolgreich! Beim normalen Heben und Senken führe ich ihn nur so schnell, bis er wedelt.
2. Welche Farbe ist zu empfehlen?
Antwort: Drei Farbausführungen sollte man bei sich haben. Eine dunkle Variante z.B pink/black, eine hellere und fluoreszierend. Fluo ist richtig gut oder richtig schlecht, pink/black geht eigentlich immer und mein Tipp, speziell für die Ostsee ist yellow/red. Natürlich bekannte Grundregel, Farbwahl hängt von Licht/Tiefe und Beuteschema ab.
3. Wie ist das Sinkverhalten des Seawavers?
Antwort: Aufjedenfall langsamer als bei herkömmlichen Pilkern. Das hat Vor- und Nachteile. Vorteil ist, dass häufig auch Bisse in der Sinkphase kommen, Nachteile merkt man bei starker Drift.
4. Welche Fischarten fängt man mit dem Seawaver?
Antwort: Eigentlich alle, außer Hering ... Besondere Stärken entwickelt der Seawaver beim Angeln kurz über dem Grund und im Mittelwasser. Deshalb sind Dorsch, Seelachs und Pollack Lieblingsbeute vom Seawaver.
5. Welches Gerät ist empfehlenswert?
Antwort: Am liebsten fische ich den Seawaver mit einer Rute zwischen 2.30 und 2.70m, die unbedingt eine sensible Spitzenaktion haben sollte. Die weicheren Bewegungen sind manchmal der Schlüssel zum Sieg. Der SeaWaver ist nichts für 50lbs-Ruten und 3o0er Dyneema.
Tipps und Tricks:
SeaWaver als Endblei beim Naturköderangeln und von Zeit zu Zeit mal "Klopfen"! Nach dem Motto: SeaWaver lockt, Naturköder fängt!
SeaWaver nicht als Vertikalpilker eingesetzt (sondern Einhängen im Schwanz) erzeugt seitlich taumelnde Bewegungen beim Absinken. Interessant vor allem, wenn sehr viel Fisch präsent ist. Die Sinkgeschwindigkeit ist dann auch höher. |